Prüfung rechtsextremer Parteien gefordert

München/Düsseldorf/Hamburg, 10. Januar 2026 – Am Samstag haben in München, Düsseldorf und Hamburg jeweils mehrere Tausend Menschen an Kundgebungen der Initiative „PRÜF“ teilgenommen

.  Die Demonstranten fordern, dass alle Parteien, die vom  Verfassungsschutz als rechtsextrem oder rechtsextremer Verdachtsfall  eingestuft werden, automatisch vom Bundesverfassungsgericht auf  Verfassungstreue überprüft werden. Die bundesweite Aktion steht unter dem Motto „Prüfen rettet übrigens Freiheit“

.

Teilnehmerzahlen und Orte

Die  Demonstrationen fanden zeitgleich am frühen Nachmittag in drei  Landeshauptstädten statt. Die Teilnehmerzahlen für den 10. Januar im  Überblick:

München    Geschwister-Scholl-Platz ca. 5.000 – 6.000
Düsseldorf  Vor dem Landtag NRW  2.500 – 3.000
Hamburg   Innenstadt   ca. 3.000 (inkl. symbolischer Schneemänner)

Die Kundgebung in München fand wie angekündigt auf dem Geschwister-Scholl-Platz statt

. In Düsseldorf handelte es sich um die erste Demonstration der Initiative in Nordrhein-Westfalen

.

Hintergrund der Initiative

Die Initiative „PRÜF“ wurde von Menschen aus der Kulturbranche gegründet

und wird von Persönlichkeiten wie dem Satiriker und ehemaligen EU-Abgeordneten Nico Semsrott unterstützt

. Sie reagiert auf Verfassungsschutzberichte zu rechtsextremen Tendenzen in einigen Parteien.

Die  zentrale Forderung ist ein standardisiertes Prüfverfahren: „Alle  Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall  oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das  Bundesverfassungsgericht überprüft werden.“

Da das Gericht nicht von selbst tätig wird, fordern die Aktivisten die Landesregierungen auf, sich im Bundesrat für die Einleitung solcher Prüfverfahren einzusetzen

.

Die Demonstrationen finden jeden zweiten Samstag im Monat in wechselnden Landeshauptstädten statt und sollen so lange fortgesetzt werden, bis der Bundesrat tätig wird

.

Stimmung und Aussagen

Die  Kundgebungen verliefen nach ersten Berichten friedlich und ohne  Zwischenfälle. Auf Transparenten und Schildern waren Slogans wie „Better PRÜF than Sorry“ oder „Wir haben keine Prüfungsangst“ zu lesen

.  Die Organisatoren betonen, dass es ihnen darum geht, Vertrauen in den  Rechtsstaat zu stärken und ihn zu nutzen. „Demokratie darf nicht wehrlos  sein“, lautet ein zentraler Appell

.

Weitere Demonstrationen der Reihe sind bereits angekündigt. Informationen finden sich auf der bundesweiten Website pruef-demos.de oder auf Instagram unter @pruef.by für Bayern

.